Kleine Herkunftskunde Farmer's Snack Paranuss

Woher kommt ...
Unsere Paranuss?

 

Es gibt Pflanzen, die wachsen und gedeihen, egal wo sie Wurzeln schlagen. Und es gibt den Paranuss-Baum. Er fühlt sich in seiner Heimat, dem Amazonasgebiet so wohl, dass er ohne ihn nicht existieren kann. Die Konsequenz: Er bleibt da, wo er ist – in den Regenwäldern Südamerikas.

Wie entstehen ... Paranüsse?

In Bolivien, im Herzen Südamerikas, fühlt sich der Paranussbaum besonders wohl. Hier kann er wild wachsen, kultivieren lässt er sich aber nicht. Denn die Fortpflanzung der Bäume hängen an zwei kleinen, aber entscheidenden Details: Die weibliche Orchideenbiene ist die einzige ihrer Art, die die gelben Blüten des Paranussbaums bestäuben kann. Ebenso exklusiv ist auch der Fakt, dass sich diese Bienen nicht als Bienenvölker auf Plantagen halten lassen. Denn die weiblichen Bienen sind Einzelflieger. Sie leben nicht in Völkern. Daher müssen sich die männlichen Bienen für ihre eigene Fortpflanzung einiges einfallen lassen. Sie nutzen den Duft der Gongora-Orchidee und locken damit die Weibchen an. Aufgrund der Scheu der Bienen ist dies die einzige Möglichkeit für die Herren auf sich aufmerksam zu machen. Ohne die wilde Orchideenbiene und ohne Gongora-Orchidee auch keine Paranuss. Daher sind Bemühungen die Bäume dennoch auf Plantagen zu züchten, reihenweise gescheitert.

In Bolivien jedoch existiert das größte Vorkommen wilder Paranussbäume, womit das Land einer der größten Exporteure dieser Delikatesse ist. Genau hier sind auch wir fündig geworden: Im Regenwald Boliviens.

Ursprungsprojekt in Bolivien

Unser Partner vor Ort ist die EBA (Empresa Boliviana de Almendra y Derivados). Gemeinsam mit ihm verfolgen wir vor Ort nicht nur den Anbau und die Ernte unserer Bio-Paranusskerne, das Konzept unserer Zusammenarbeit geht weit über darüber hinaus:

Es sind drei Säulen, die das Fundament für das Projekt im Herzen des Regenwaldes bilden und damit drei Bereiche, die von der Paranuss profitieren:

1. Die Umwelt: Die Paranuss schützt den Regenwald, ohne den sie nicht existieren könnte. Denn die Ernte und Verarbeitung von Paranüssen hat sich zu einer wichtigen Einnahmequelle entwickelt. Alternative Nutzungsformen verlieren dadurch an Attraktivität. Das verhindert, dass der Regenwald in seinem Bestand Rodungen zum Opfer fällt, die für den Anbau von Soja oder die Rinderzucht notwendig sind.

2. Die Gesellschaft: Das Paranussgeschäft ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Staates Bolivien, sodass unser Projekt auch im gesellschaftlichen Bereich einiges bewegt: Zusammen mit der EBA und dem bolivianischen Staat gehen wir Hand in Hand, um in den Dörfern und Communities Entwicklungsprojekte zu initiieren. Den am Paranussgeschäft beteiligten Arbeiter und ihren Familien soll so der Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung erleichtert werden. Außerdem wird der Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur gefördert.

3. Die Wirtschaft: Das Geschäft mit der wilden Paranuss sichert zum einen das Einkommen der Arbeiter und ihrer Familien ab. Darüber hinaus wirkt es sich auch auf den Lebensstandard in der gesamten Region aus, die langfristig vom florierenden Handel und wachsenden Wohlstand profitiert.

Zu Gast in Bolivien

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