Kleine Herkunftskunde Farmer's Snack Paranuss

Woher kommt ...
Unsere Paranuss?

 

Es gibt Pflanzen, die wachsen und gedeihen, egal wo sie Wurzeln schlagen. Und es gibt den Paranuss-Baum. Er fühlt sich in seiner Heimat, dem Amazonasgebiet so wohl, dass er ohne ihn nicht existieren kann. Die Konsequenz: Er bleibt da, wo er ist – in den Regenwäldern Südamerikas.

Wie entstehen ... Paranüsse?

In Bolivien, im Herzen Südamerikas, fühlt sich der Paranussbaum besonders wohl. Hier kann er wild wachsen, kultivieren lässt er sich aber nicht. Denn die Fortpflanzung der Bäume hängen an zwei kleinen, aber entscheidenden Details: Die weibliche Orchideenbiene ist die einzige ihrer Art, die die gelben Blüten des Paranussbaums bestäuben kann. Ebenso exklusiv ist auch der Fakt, dass sich diese Bienen nicht als Bienenvölker auf Plantagen halten lassen. Denn die weiblichen Bienen sind Einzelflieger. Sie leben nicht in Völkern. Daher müssen sich die männlichen Bienen für ihre eigene Fortpflanzung einiges einfallen lassen. Sie nutzen den Duft der Gongora-Orchidee und locken damit die Weibchen an. Aufgrund der Scheu der Bienen ist dies die einzige Möglichkeit für die Herren auf sich aufmerksam zu machen. Ohne die wilde Orchideenbiene und ohne Gongora-Orchidee auch keine Paranuss. Daher sind Bemühungen die Bäume dennoch auf Plantagen zu züchten, reihenweise gescheitert.

In Bolivien jedoch existiert das größte Vorkommen wilder Paranussbäume, womit das Land einer der größten Exporteure dieser Delikatesse ist. Genau hier sind auch wir fündig geworden: Im Regenwald Boliviens.

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